Worauf ist bei der Berufswahl zu achten?
Gerade in den aktuellen Zeiten von wirtschaftlicher Unsicherheit ist die Frage, worauf bei der Berufswahl zu achten ist, umso bedeutender. Die Basis für sämtliche Wahlmöglichkeiten ist oftmals der Schulabschluss.
Nicht immer wird aus einem Abiturienten etwas viel besseres, als aus einem, der einen qualifizierten Hauptschulabschluss vorzuweisen hat, trotzdem bietet der erreichte Schulabschluss vor allem in den ersten Jahren des Jobs eine wichtige Einordnung.
Für Unentschlossene bieten zahlreiche Hilfen Unterstützung bei der Wahl des richtigen Berufes. Die Arbeitsagenturen können jederzeit aufgesucht werden, dort erhalten vor allem angehende Auszubildende wichtige Informationen und Angebote. Neben den Agenturen bieten auch online zahlreiche Anbieter Informationen an. Sehr wichtig für das Einordnen der persönlichen Interessen können Fragebögen sein, die gezielt nach Stärken, Schwächen und Neigungen der Menschen fragen. Aus der Auswertung heraus können dann verschiedene Berufskreise ausgeschlossen werden, oder für weitere Informationen herangezogen werden. Sollte man sich unsicher sein, können kurze Praktika einen kleinen Einblick in ein Unternehmen geben. Ein Praktikum ist fast überall möglich, da die Firmen auf diese Weise auch für sich selbst werben können.
Eine wichtige andere Route neben dem Beruf ist die konsequente Weiterbildung. Nach dem Abitur erhalten die Schüler die allgemeine Hochschulreife, die den Zugang zu Universitäten gewährt. Dort können persönliche Interessen weiter ausgebaut werden und eine gute Basis für das spätere Berufsleben geschaffen werden. Es empfiehlt sich zudem das eigene Verhalten während des Studiums genau zu betrachten:
Ist man gerne in einem Team um verschiedene Lösungen zu erarbeiten? Oder bevorzugt man das selbststänige Arbeiten in naturwissenschaftlichen Zweigen? Hat man Probleme damit, vor einer größeren Gruppe frei zu sprechen?All diese Verhaltensweisen können weiter Aufschlüsse über Neigungen und Talente geben, die für die Berufswahl mit entscheidend sind. Bestimmte Berufe bergen aber auch ein erhöhtes Unfallrisiko - wie z.B. der des Bauarbeiters oder auch der des Tierarztes, für solche Berufsgruppen empfiehlt es sich über eine spezielle Berufsunfallversicherung nachzudenken.
Das Wichtigste ist aber immer noch Interesse und Spaß an einer Ausbildung oder im Beruf. Nur wenn man sich persönlich wohl fühlt, ist man auch bereit Zeit und Energie für das Unternhemen aufzubringen. Gleichzeitig sollte man sich auch die nötige Zeit nehmen, um den richtigen Beruf für seine Karriere zu finden.
Oft hilft es vorab ein Praktikum zu machen, um festzustellen, ob einem der gewählte Beruf zusagt. Hierfür ist einige Vorbereitung nötig. Die richtige Bewerbung, gute Vorbereitung für das Bewerbungsgespräch und wenn man den Praktikumsplatz dann sicher hat, ist oft die richtige Berufsbekleidung notwendig, um den Ansprüchen den Jobs gerecht zu werden.
Eine Möglichkeit die eigene Karriere zu starten, kann natürlich auch sein, direkt mit einer guten Geschäftsidee sein eigenes Unternehmen zu starten. Doch gerade hier sei zur Vorsicht geraten. Als Schul- oder Studienabgänger fehlt es einem zwangsläufig an Erfahrung was das Geschäftsleben so angeht. Auch eine geniale Idee wird zum Scheitern verurteilt sein, wenn bei der Umsetzung die wirtschaftliche Vorgehensweise fehlerhaft ist. Man sollte hier unbedingt professionelle Unterstützung hinzuziehen, z.B. in Form einer sachkundigen Unternehmensberatung oder einer Kanzlei für Arbeitsrecht
Welche Art der Berufstätigkeit man bevorzugt, lässt sich oft auch durch einen studentischen Nebenjob feststellen. Zu den klassischen Tätigkeiten zählen: Verkäufer, Taxifahrer und Bürohilfe. Während der Vorlesungszeit ist es erlaubt, bis zu 19 Stunden pro Woche zu arbeiten, ohne bei der Krankenkasse als voll versicherungspflichtig zu gelten. In der vorlesungsfreien Zeit besteht keine Begrenzung der Arbeitsstunden. Wie viel ein Student maximal verdienen darf, ohne Abgaben machen zu müssen, ist abhängig davon, ob er Kindergeld oder Bafög bezieht.