Formen der verschiedenen Krankenversicherungen

In der Bundesrepublik gibt es gesetzliche Krankenversicherungen (GKV) und private Krankenversicherungen (PKV). Unabhängig davon ob man sich für eine GKV oder eine PKV entscheidet, die Mitgliedschaft einer Krankenversicherung ist Pflicht. Rund 85 Prozent der Deutschen sind gesetzlich versichert, nur wenige haben das Privileg, PKV-Mitglied zu sein. Doch auch GKV-Mitglieder können einen umfassenden Krankenversicherungsschutz nutzen, wenn sie private Krankenzusatzversicherungen abschließen und deshalb einen Krankenversicherung Wechsel durchführen.

Gesetzliche Krankenkasse

Nicht nur fallen bei der gesetzlichen Krankenversicherung immer mehr Leistungen weg, auch werden die Beiträge beständig erhöht. Seit 1. Januar 2011 beläuft sich der Beitragssatz auf 15,5 Prozent des Einkommens des Versicherten. Dies ist gegenüber dem Vorjahr eine Anhebung von 0,6 Prozent. Der Arbeitnehmeranteil ist auf 8,2 Prozent gestiegen, der Arbeitgeberanteil auf 7,3 Prozent. Künftige Kostenerhöhungen der gesetzlichen Krankenversicherung muss allein der Arbeitnehmer tragen.

Die gesetzliche Krankenkasse stellt nur eine medizinische Grundversorgung zur Verfügung, während bei der privaten Krankenversicherung ein umfassender Versicherungsschutz möglich ist. Ein privater Versicherungsschutz wird daher für viele immer attraktiver. Nutzen Sie deshalb den Krankenversicherung Vergleich  

Private Krankenversicherung

Viele Menschen stellen sich die Frage bis zu welchem Bruttoeinkommen sie Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben müssen. Dies wird über die Krankenversicherungspflichtgrenze definiert. Wenn das Einkommen diese Grenze erreicht oder übersteigt, darf ein Versicherungsnehmer in eine private Krankenversicherung wechseln. Die private Krankenversicherung bietet weitaus umfassendere Leistungen als die Gesetzliche und auch die Beiträge sind für viele Versicherungsnehmer günstiger. Wer eine PKV abschließen kann, hat eine Vielzahl an Möglichkeiten. Jeder Versicherungsvertrag wird vom Anbieter und vom Kunden individuell erstellt. Grundsätzlich möglich sind Optionen wie die Chefarztbehandlung, Heilpraktikerbehandlung, Psychotherapie, Einbettzimmer im Krankenhaus sowie Kostenübernahme bei Zahnersatz und Sehhilfen.

Jedoch ist nicht jeder berechtigt zum Abschluss einer privaten Krankenversicherung. Studenten, Selbstständige und Beamte können eine PKV einkommensunabhängig abschließen. Angestellte hingegen müssen ein bestimmtes Einkommen vorweisen. Seit 2011 gilt, dass sie ein Jahr lang 49.500 Euro brutto erhalten haben müssen, um eine PKV nutzen zu können.

Wer nicht PKV-abschlussberechtigt ist oder in jedem Fall gesetzlich versichert bleiben möchte, kann seinen Gesundheitsschutz mit Krankenzusatzversicherungen aufwerten. Der Versicherte hat dann Optionen, die sonst Privatpatienten vorbehalten sind. Dazu gehören unter anderem erweiterte Leistungen im Krankenhaus, beim Zahnarzt und beim Heilpraktiker.